Vor genau einer Woche trafen sich Menschen aus ganz Europa (und vielen anderen Ländern) zur 5. ELRC-Konferenz. Mehr als 450 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Bereichen, darunter europäische KMUs, öffentliche Dienste sowie Vertreter aus der Forschung und der LT-Industrie, nahmen an der virtuellen Veranstaltung teil. Dies ist ein neuer Rekord und ein großer Erfolg für ELRC, der das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung von Sprachdaten und Sprachtechnologie unterstreicht.

une Lowery-Kingston (Head of Sector “Accessibility, Multilingualism and Safer Internet”, EC) giving the welcome address
June Lowery-Kingston (Referatsleiterin für „Zugänglichkeit, Mehrsprachigkeit und Safer Internet“, Europäische Kommission) bei Ihrer Begrüßungsrede

June Lowery-Kingston, die Referatsleiterin für „Zugänglichkeit, Mehrsprachigkeit und Safer Internet“ bei der Europäischen Kommission, betonte in ihrer Begrüßungsrede:

Europa braucht Mehrsprachigkeit, und Europa braucht leistungsfähige Sprachtechnologien,

die in Europa für Europa entwickelt wurden.“

und um dies zu erreichen, sind Sprachdaten der Schlüssel Aus diesem Grund legte die Konferenz einen Schwerpunkt auf die Qualität und Wiederverwendung von Sprachdaten und veranschaulichte sowohl die rechtlichen als auch die technischen Anforderungen, die den Rahmen für Anonymisierung, Validierung und Kuratierung von Sprachressourcen (LRs) bilden.

 

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ELRC-Projektleiterin Andrea Loesch spricht über die Bedeutung von Sprachdaten

Bei den kleineren Sprachen erschwert der Mangel an verfügbaren Daten den Aufbau von Sprachtechnologien und das Training maschineller Übersetzungssysteme. Dies wurde auch von Andrew Bredenkamp von Übersetzer ohne Grenzen aufgezeigt. Er erklärte, dass die Organisation „eine Welt anstrebt, in der Wissen keine Sprachbarrieren kennt“. Miquel Esplà-Gomis (Universität Alicante), der das neue CEF-Projekt MaCoCu (Massive Collection and curation of monolingual and bilingual data, Umfassende Sammlung und Kuratierung von ein- und zweisprachigen Daten) koordiniert, griff dieses Thema auf, da der Schwerpunkt von MaCoCu auf unterversorgten Sprachen wie Maltesisch, Bulgarisch, Albanisch oder Mazedonisch liegt. In gleicher Weise zielt das CEF-Projekt PRINCIPLE auch auf Sprachen mit geringen Ressourcen ab: Ihr Ziel ist es, Ressourcen in Irisch, Norwegisch, Kroatisch und Isländisch für sprachtechnische Zwecke bereitzustellen. Die wesentliche Rolle der Terminologie in Übersetzungs-, Information-Retrieval- und Wissensmanagement-Systemen wurde von Gabriele Sauberer (International Network for Terminology) und Arturs Vasilevskis (Tilde) erläutert, die das Federated Termbank-Projekt vorstellten, dessen Ziel es ist, eine Terminologie-Dateninfrastruktur für die Erstellung, Verwaltung und gemeinsame Nutzung von Terminologie-Ressourcen aufzubauen.

Das ELRC-Team möchte sich bei allen Teilnehmer*innen und Mitwirkenden für diesen spannenden und aufschlussreichen Tag bedanken. Um es mit den Worten von June Lowery-Kingston zu sagen:

„Im Hinblick auf die Zusammenarbeit wurden erhebliche Fortschritte erzielt und viel erreicht. Noch viel mehr liegt vor uns!“

Vielen Dank!

Haben Sie die Veranstaltung verpasst? Keine Sorge! Die vollständige Aufzeichnung ist auf YouTubeverfügbar. Sie können auch alle Präsentationen von der Veranstaltungsseite herunterladen.