Europäische Sprachtechnologiekonferenz feiert Rückkehr nach Brüssel in hybrider Form 

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Die Rückkehr zu Vor-Ort-Konferenzen ist eine große Erleichterung für die Wissenschaftsgemeinde – die hybride Form hat sich als neuer Standard erwiesen.  Am 8. und 9. Juni begrüßte das META-FORUM 2022 fast 100 Sprachtechnologie-Experten und -Enthusiasten aus ganz Europa bei der internationalen Konferenzreihe zu leistungsstarken und innovativen Sprachtechnologien für die mehrsprachige Informationsgesellschaft in Brüssel, während fast 300 weitere die Veranstaltung online verfolgten. Mehrere Hauptredner und Podiumsmitglieder wählten die gleiche Option, wodurch eine wirklich hybride und glücklicherweise nahtlose Diskussion zwischen den Gästen auf der Bühne und auf der Leinwand entstand.

Nach einer Eröffnungsrede von Jonas Andrulis, Gründer und CEO des deutschen KI-Unternehmens Aleph Alpha, konzentrierte sich der erste Konferenztag auf das European Language Grid und die endgültige Veröffentlichung der Plattform. Eine Übersichtssitzung mit einer Demonstration und einem Tutorial führte zur Präsentation von Vorzeigeprojekten, Anwendungsfällen und bewährten Praktiken sowie einem Panel mit Vertretern der europäischen Sprachtechnologienindustrie. Während des Panels zu sprachzentrischer KI fand eine lebhafte Diskussion zwischen wichtigen europäischen Vertretern wie OpenGPT-X, HumanE-AI-Net, CLAIRE, CLARIN und EFNIL statt. Der Tag endete mit der Präsentation des Language Data Space, vorgestellt von Philippe Gelin (GD CONNECT, Europäische Kommission), und der Zukunft der ELG als juristische Person, präsentiert von Georg Rehm (DFKI, ELG-Projektkoordinator).

Tag 2 war dem European Language Equality-Projekt gewidmet, das mit zwei Keynotes von June Lowery-Kingston (Leiterin des Referats G3, GD CONNECT, Europäische Kommission) und Francois Alfonsi (Mitglied des Europäischen Parlaments) eröffnet wurde. Das ELE-Projektkonsortium präsentierte einige der erzielten Ergebnisse – wie die Repräsentation von Sprache in nationalen KI-Strategien in Europa, die Digital Language Equality Metric und ihr interaktives Dashboard – sowie einige der Berichte über den Stand der technologischen Unterstützung für europäische Sprachen. In der Nachmittagssitzung fand eine große Podiumsdiskussion über die Anforderungen, Lücken und Bedürfnisse der europäischen Sprachtechnologie-Community statt, gefolgt von der Vision der digitalen Sprachgleichheit bis 2030 und der Fortsetzung des ELE-Projekts im nächsten Jahr.

Die Aufzeichnungen aller Sessions finden Sie auf dem ELG-YouTube-Kanal, während die Folien und Notizen aller Präsentationen im Programm auf der ELG-Webseite verlinkt sind. Das META-FORUM wird 2023 mit einer Widmung an die Ergebnisse des ELE2-Projekts zurückkehren. 

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