In seiner Resolution Gleichstellung von Sprachen im digitalen Zeitalter (2018), die teilweise auf der gleichnamigen STOA-Studie aus dem Jahr 2017 basiert, empfahl das Europäische Parlament, „ein groß angelegtes, langfristiges und koordiniertes Förderprogramm für Forschung, Entwicklung und Innovation im Bereich der Sprachtechnologien einzurichten, [...], das speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen Europas zugeschnitten ist“, und eine „LT-Plattform für die gemeinsame Nutzung von Diensten“ zu schaffen, um Europas „Führungsrolle in der sprachzentrischen KI“ zu sichern1.

Bildergebnis für european language equalityMit diesen Empfehlungen befasst sich European Language Equality (ELE), ein neues EU-Projekt, das vom ADAPT Centre (Dublin City University) koordiniert wird und zum Ziel hat, eine strategische Forschungs-, Innovations- und Bereitstellungsagenda zu entwickeln, um die digitale Gleichstellung der Sprachen in Europa bis 2030 zu erreichen. An dem Projekt sind nicht nur die Konsortialpartner ADAPT Centre (Dublin City University), DFKI, Karls-Universität, ILSPund die Universität des Baskenlandesbeteiligt, sondern auch 53 weitere Partner aus Industrie, Forschung und vielen verschiedenen Netzwerken, Initiativen und Verbänden aus ganz Europa.

Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Schwesterprojekt European Language Grid (ELG) sowie der beabsichtigten Überschneidung mit dem ELG-Konsortium, den National Competence Centres (NCCs) und den META-NET-Mitgliedern bringt ELE alle wichtigen europäischen Initiativen zu Sprachtechnologien zusammen und hat das Potenzial, die Landschaft der europäischen Sprachtechnologie in den nächsten 10 bis 15 Jahren zu beeinflussen. Unter dem Grundsatz, dass die digitale Gleichstellung der Sprachen erst dann erreicht sein wird, wenn keine Sprache mehr unterversorgt ist, will das Konsortium das entscheidende Thema der digitalen Gleichstellung der Sprachen folgendermaßen angehen und lösen:

  • Schaffung von mehr öffentlicher Sichtbarkeit - für das Thema, für das Konsortium und für die LT-Community,
  • Stärkung des European Language Grid sowie der Beziehung zur europäischen KI-Gemeinschaft, und
  • Unterstützung bei der Etablierung von LT und sprachzentrischer KI im Programm Horizon Europe und Digital Europe.

Weitere Informationen zu den Zielen und Strategien des Projekts finden Sie auf der Webseite von ADAPT.